Bei Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Thanning erfolgte der erste Einsatzbefehl. Oberstes Einsatzziel war der Schutz des Wohnhauses vor einem drohenden Brandübergriff; Der Befehl lautete: Errichtung einer Riegelstellung.
An einem Hydranten an der Hofeinfahrt hatte die Freiwillige Feuerwehr Moosham bereits einen Verteiler gesetzt. Zwei Einsatzkräfte der FF Thanning unterstützten die Kameraden aus Moosham bei der Errichtung der ersten Riegelstellung an der Nordseite des Wohngebäudes.
Das TSF-W Thanning 46/1 wurde zum südlich gelegenen Weiher umgesetzt, um die Wasserversorgung für die Riegelstellung auf der Südseite des Wohnhauses sicherzustellen. Nach dem Setzen des Verteilers wurde die Riegelstellung mit einem B-Rohr und zwei C-Rohren aufgebaut. Über einen weiteren Verteiler, der über den zweiten Abgang des Hydranten gespeist wurde, wurden zusätzlich zwei weitere C-Rohre vorgenommen. Somit wurde das Wohnhaus auf dieser Seite mit insgesamt einem B-Rohr und vier C-Rohren geschützt.
Südlich des Wohnhauses befand sich in etwa zehn Metern Entfernung ein weiteres, unbewohntes Wohngebäude, das bereits ebenfalls im Vollbrand stand. Aufgrund der erheblichen Wärmestrahlung waren die eingesetzten Kräfte einer hohen Belastung ausgesetzt. Daher wurde ein Bereitstellungsbereich eingerichtet und ausreichend Getränke bereitgestellt. Die an den Strahlrohren eingesetzten Kräfte wurden im Rotationsverfahren in kurzen Zeitabständen abgelöst.
Nachdem die Feuerwehren Linden und Baiernrain mit der Brandbekämpfung am südlichen Wohngebäude begonnen hatten und gleichzeitig der Brand im nördlichen Stall unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurden die fünf Strahlrohre der Riegelstellung schrittweise weiter in das Hofinnere verlegt. Dadurch konnte mit der direkten Brandbekämpfung der übrigen Gebäude begonnen werden. Das Rotationsverfahren für die eingesetzten Kräfte wurde weiterhin beibehalten.
Aufgrund zeitweise auftretender Windböen wurde verstärkt auf Rauchschwaden geachtet. Zur zusätzlichen Absicherung wurde ein CO-Warngerät eingesetzt, um eine mögliche Gefährdung der Einsatzkräfte frühzeitig zu erkennen. Zudem wurde ein Lüfter in Stellung gebracht, um den Innenhof bei Bedarf rauchfrei zu halten.
Auf der südwestlichen Hofseite führte die FF Linden aufgrund der vorherrschenden Windrichtung die Brandbekämpfung unter Atemschutz mit einem B-Rohr durch. Zwei Atemschutztrupps der FF Thanning übernahmen im weiteren Verlauf diese Position.
Während der folgenden Abrissarbeiten mittels zweier Bagger wurden mit zwei C-Rohren fortlaufend Nachlöscharbeiten durchgeführt und freigelegtes Brandgut abgelöscht. Nach Abschluss der Baggerarbeiten führte die FF Thanning mit vier C-Rohren umfangreiche Nachlöscharbeiten durch. Dabei wurden Glutnester sowie wieder aufflammende Kleinbrände gezielt abgelöscht. Zeitgleich errichtete die FF Egling eine Ringleitung um das Brandobjekt, um für die anschließende Brandwache eine flexible und schnelle Löschwasserversorgung sicherzustellen.
Am Abend wurde die Einsatzstelle an die FF Moosham zur Durchführung der Brandwache und weiterer Nachlöscharbeiten übergeben. Die Wärmebildkamera der FF Thanning verblieb zur Kontrolle möglicher Glutnester an der Einsatzstelle.
| Einsatzart | Brand |
|---|---|
| Alarmierung | B4 – Brand Bauernhof |
| Einsatzstart | 26. Mai 2026 12:48 |
| Mannschaftstärke | 24 |
| Einsatzdauer | 6:30 |
| Fahrzeuge | TSF-W |
| Alarmierte Einheiten | Führung: Tölz Land 1, Tölz Land 3, Tölz Land 3/4, Tölz Land 1/3, Tölz Land 1/2, UG-ÖEL |
| Feuerwehr: FF Thanning, FF Moosham, FF Ascholding, FF Linden, FF Ergertshausen, FF Baiernrain, FF Egling, FF Geretsried, FF Wolfratshausen, FF Endlhausen | |
| Sonstiges: Polizei, Rettungsdienst, Straßenmeisterei |